Montag, 15. April 2013

Design-Wettbewerb: Gestalte Chodorkowskis Geburtstagskarte zum 50.!

 
15. April 2013

Design-Wettbewerb:
Gestalte Chodorkowskis Geburtstagskarte zum 50.!



Diesen Sommer begeht Michail Chodorkowski einen traurigen runden Geburtstag: Hinter den Gittern der Strafkolonie Segescha, mehr als 1.000 Kilometer von seiner Familie und seinen Freunden in Moskau entfernt, wird Chodorkowski am 26. Juni 50 Jahre alt. Das Jahr 2013 markiert aber noch ein weiteres besonders bedeutendes Ereignis im Leben von Chodorkowksi. Am 25. Oktober jährt sich seine unrechtmäßige Verhaftung zum zehnten Mal. Damit ist er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner und Freund Platon Lebedew seit einem Jahrzehnt in russischen Gefängnissen und Lagern inhaftiert und verbüßt die längste je verhängte Strafe für politische Häftlinge in Russland.
Um trotz der Umstände den Geburtstag von Chodorkowski gebührend zu feiern, hat das Chodorkowski Kommunikationszentrum einen Wettbewerb ins Leben gerufen: Entwerfen Sie eine Karte zu Chodorkowskis 50. Geburtstag. Die Gewinnerkarte wird im „Action Center“ veröffentlicht, wo Unterstützer sie unterschreiben und mit nur einem Klick an Chodorkowski schicken können.
Die Gewinnerin oder der Gewinner erhalten ein Exemplar von Michail Chodorkowskis kürzlich veröffentlichtem Buch „Mein Weg“ (im russischen Original) mit einer persönlichen Widmung von seinem Sohn Pawel.
Einsendeschluss ist der 12. Mai 2013. Es gibt keine Begrenzung von Kartenentwürfen pro Teilnehmer. Das ausgewählte Design wird am 15. Mai 2013 bekannt gegeben.




Montag, 8. April 2013

Neuigkeiten aus dem Chodorkowski-Kommunikationszentrum


8. April 2013

Amnesty International fordert sofortige Freilassung von Chodorkowski und Lebedew

Im Rahmen seiner „Human Rights Made in Russia“ Kampagne zur Hannover Messe, bei der Russland dieses Jahr offizielles Partnerland ist und am 7. April von Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Putin eröffnet wurde, hat Amnesty International eine Petition zur Freilassung von Michail Chodorkowski und Platon Lebedew gestartet. Amnesty International hat die unfairen Gerichtsverfahren gegen die beiden als politisch motiviert kritisiert und sie 2011 zu gewaltlosen politischen Gefangenen erklärt. Die Petition ist an den russischen Präsidenten Putin gerichtet und fordert Chodorkowski und Lebedew sofort und bedingungslos freizulassen.

Unterzeichnen Sie hier die Online-Petition für Chodorkowski und Lebedew

 

„Human Rights Made in Russia“ – Kampagne

Unter dem Motto “Human Rights Made in Russia” macht Amnesty International mit verschiedenen Aktionen auf drei Fälle von Menschenrechtsverletzungen in Russland aufmerksam. Neben der Freilassung von Chodorkowski und Lebedew setzt sich Amnesty International für die 2009 ermordete Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Natalia Estemirowa sowie den Menschenrechtsverteidiger Igor Kaljapin ein. Kaljapin ist Vorsitzender der russischen NGO IRCAT, die sich gegen Folter einsetzt und den Opfern von Folter und Misshandlung hilft. Kaljapin wird von den tschetschenischen Behörden strafrechtlich unter Druck gesetzt, weil sie ihm vorwerfen vertrauliche Informationen veröffentlicht zu haben. Stattdessen . kritisierte er lediglich die fehlende Effizienz der Ermittlungen in Fällen von „Verschwindenlassen“ und beanstandete immer wieder, dass Opfern von Menschenrechtsverletzungen nur unzureichende Rechtsmittel zur Verfügung stünden. Amnesty International hat eine Petition zum Stopp der politischen Verfolgung und zur Unterstützung der Arbeit von Igor Kaljapin gestartet.

Mit Plakaten in U-Bahn-Stationen und Spots im Fahrgastfernsehen der Hannover Stadtbahnen, rückt Amnesty International die drei Fälle während der momentan stattfindenden Hannover Messe in den Fokus der Öffentlichkeit.  Mehr als 350 Menschen versammelten sich am 7. April zur Eröffnung der Hannover Messe durch Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Putin vor dem Hannover Congress Center, um gegen Menschenrechtsverletzungen in Russland zu demonstrieren. Mit der Forderung nach „Mehr Energie für Menschenrechte“, begrüßte Amnesty International die Messebesucher am 8. April mit einer Mahnwache direkt an der Messe.

 

„Welt am Sonntag”-Gastbeitrag von Pawel Chodorkowski

Anlässlich des Besuchs von Präsident Putin in Deutschland veröffentlichte Pawel Chodorkowski einen Gastbeitrag in der „Welt am Sonntag“. Darin forderte er die deutsche Politik auf, ihre pragmatische Leisetreterei gegenüber Russland aufzugeben und stattdessen die russische Zivilgesellschaft durch offene und klare Kritik an den undemokratischen Zuständen unter dem Putin Regime zu unterstützen. Darüber hinaus drückte er seine Hoffnung aus, dass deutsche Politiker sich auch für die Freilassung seines Vaters einsetzen, die zur Verbesserung der deutsch-russischen Beziehungen beitragen könnte.

Lesen Sie hier den Gastbeitrag von Pawel Chodorkowski




 

 

 



Dienstag, 12. Februar 2013

Neuigkeiten aus dem Chodorkowski-Kommunikationszentrum



 

 

Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten durch Überprüfung des Falls Chodorkowski in Bedrängnis

Tamara Morschakowa, Juristin und Mitglied des Menschenrechtsrates des russischen Präsidenten, erklärte bei einer Pressekonferenz am 6. Februar 2013, dass Experten, die mit dem Rat zusammenarbeiteten, Schikanen ausgesetzt seien. Es sei zu Vernehmungen, Wohnungs- und Bürodurchsuchungen sowie „verrückten und weit hergeholten“ Anschuldigungen durch die Strafverfolgungsbehörden gekommen. Laut einem Artikel des russischen Nachrichtenportals Lenta.ru gab Morschakowa an, die Einschüchterungskampagne hätte nach einem kritischen Bericht des Menschenrechtsrates vom 21. Dezember 2011 begonnen. Dieser wies auf die zahlreichen Mängel während der zweiten Verhandlung und Verurteilung von Michail Chodorkowski und Platon Lebedew hin.

Morschakowa sagte, dass diese Art von Eingriffen durch die Behörden „die Aktivitäten des Menschenrechtsrates bei der Analyse und Diskussion der Situation sowie der Ausarbeitung von allgemeinen Empfehlungen, gefährdet.“

Lesen Sie hier die englische Übersetzung des Lenta.ru Artikels

 

Chodorkowski: Die russische Regierung erhöht den Druck weiter

In einem exklusiven Interview mit Reuters vom 6. Februar 2013 kommentierte Michail Chodorkowski die zunehmende Unterdrückung politischer Freiheiten durch die russischen Behörden und bemerkte, dass der gegenwärtigen Führung nicht mehr viele Optionen blieben.

 

„Im Hinblick auf die Unterdrückung der Opposition ist das gegenwärtige politische Regime in gewisser Weise mit dem Breschnew-Regime vergleichbar“, erklärte Chodorkowski gegenüber Reuters. „Korruption, das schlechte und langsame Wirtschafswachstum, die eingeschränkte soziale Mobilität der jungen Menschen, einfach die Ermüdung, immer die gleichen alten Gesichter zu sehen – all das ruft Irritation hervor“, und als Ergebnis „erhöht die Regierung weiter den Druck“, in ihrem Versuch, „einfache Bürger einzuschüchtern und sie davon abzuhalten, an Demonstrationen teilzunehmen.“


  
Lesen Sie hier mehr über das Chodorkowski- Interview mit Reuters

 

Berufung vor dem Obersten Gericht eingelegt

Am 4. Februar legte das Anwaltsteam von Michail Chodorkowski zum zweiten und letzten Mal Berufung gegen das Urteil des zweiten Prozesses vor dem Obersten Gerichtshof ein.

 

Wadim Kljuwgant, der hauptverantwortliche Strafverteidiger von Chodorkowski, kommentierte dies folgendermaßen: „Da es schon die zweite Berufung ist, hat der Oberste Gerichtshof absolut nichts, wohin er uns mit unseren unangenehmen Fragen weiter hin verweisen kann. Und trotz Allem, wir geben die Hoffnung nicht auf, dass es zumindest im zehnten Jahr dieser Lynchjustiz endlich eine echte Anhörung geben wird.“

 

Lesen Sie hier mehr über die Details zur Berufung vor dem Obersten Gerichtshof

 

 

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